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08 - Bauweise der Häuser

Ursprünglich wurden alle Häuser aus Holz errichtet und mit Stroh eingedeckt, später kam auch das Schindeldach in Gebrauch. Erst um 1800 wurden zum Bau auch Bruchsteine und vereinzelt Batzen (ungebrannte Ziegel) verwendet. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Grund und Sockel aus Bruchsteinen und die Mauern ausschließlich aus Ziegeln (Backsteinen) erbaut. Zum Dachdecken kamen teilweise Naturschiefer, meist aber Falzziegeln in Frage. In letzter Zeit hat auch das Eternit-Dach Eingang gefunden. Stroh und Schindeldächer waren kaum mehr zu finden.
Im 17. und 18. Jahrhundert war es üblich, die Häuser mit Giebelsprüchen zu beschreiben. Davon zwei Beispiele:

Auf dem Haus-Nr. 46

Ich hab gebaut for Kält und Hitze
Gott gib, daß ich in Frieden sitze. (M. Fritscher)

Auf dem Haus-Nr. 75

Ich hab auf Gott getraut
Hab diesen Hof aufgebaut
Ich hab gebaut nach meinem Vermögen
Gott verleih mir Glück und Segen. (Florian Langer)

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im Schönhengstgau