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37 - Straßenbau

Die über Zohsee führende Bezirkstraße der Strecke Landskron - Hohenstadt wurde bis Zohsee in den 1890er Jahren, der Teil von Zohsee bis zur Landesgrenze Böhmen/Mähren bei Lußdorf schon im Jahre 1887 gebaut. Der Ausbau der zweitgenannten Strecke wurde von den beiden Bauern Johann Langer Haus-Nr. 15 und Josef Langer d.Ä. vom Haus-Nr. 75 ausgeführt. Anschließend baute der Johann Langer die Bezirkstraßen nach Lukau und Rathsdorf. Später noch in der Stadt Landskron die Schiller- und Bismarckstraße. Auch bei Schildberg hatte er die Strecke von Bukowitz bis Karlsdorf zur Baudurchführung. Zu jener Zeit trieb in dieser Gegend der Räuber Schimak sein Unwesen, weshalb Langer auf dem Weg dorthin zum Auszahlen der Löhne einen Revolver bei sich hatte. In den Jahren 1913 bis 1916 wurde die Bürgerwaldstraße ebenfalls von ihm gebaut. Die Dorfstraße wurde 1902 als Verbindung Olberdorf - Zohsee - Sichelsdorf gebaut. Die alte Dorfstraße führte vor dem Haus Nr. 98, Müller Franz, auf eine aus Stein erbaute Bogenbrücke über den Mühlbach. Wegen der scharfen Krümmungen wurde die jetzt bestehende Richtung gegen das Haus Nr. 85, Frodi Julius, ausgebaut. Bei der Spittelmühle ging der alte Weg knapp am Mühlgebäude vorbei und etwas unterhalb über den Bach (Furth). Landskron übte über die kurze Strecke bei der Mühle um 1670 das Mautrecht aus, worüber Zohsee sehr verärgert war. Auf Vorschlag des Franz Richter von Haus Nr. 4 wurde die jetzt bestehende gerade Richtung und der Brückenbau durchgeführt. Mit dem Wort "notabene" hat Richter seine Meinung bekräftigen wollen.
Als noch keine Brücken waren, ist der Bach an seichten Stellen überquert worden. Solche Furten gab es im Dorf ca. dreizehn, die teilweise noch ersichtlich sind und einige auch benützt wurden.

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im Schönhengstgau