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44 - Jubiläumseiche und Kriegerdenkmal

Im Jubiläumsjahr 1908 des Kaisers Franz Josef I. wurde beim Kirchlein ein Eiche gesetzt und je eine Linde beim Hegerwehr, bei der Meisenbachbrücke, am Gartenzaun des Langer Tischlers, an der Straßenteilung beim Spritzenhaus, auf der anderen Seite des Baches und beim Spittelwehr. Je eine Eiche auf dem Felde des Franz Langer Nr. 45 unweit des Ausgedinges, beim Franz Richter Nr. 4 am Rand hinter dem Hof und dem Johann Langer Nr. 15, auf der Grundwiese. Die Schuljugend mit ihrem seinerzeitigen Oberlehrer Portele hatten sich daran beteiligt, wobei Herr Portele eine Ansprache hielt.

Im 1. Weltkrieg wurde die männliche Bevölkerung des Ortes zu den Fahnen für Kaiser und Reich gerufen. Zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde neben dem Kirchlein ein Kriegerdenkmal errichtet, das am 26. Juli 1925 enthüllt wurde.

Am Kopf der Tafel des Kriegerdenkmals standen die Worte

"Die dankbare Heimat 1925"

und dann folgten die Namen der 18 Gefallenen:

Hrdina Johann, Haus-Nr. 117 - Janisch Richard, Haus-Nr. 94 - Janisch Gustav, Haus-Nr. 96 - Kaupe Franz - Langer Hubert, Haus-Nr. 109 - Lerch Karl, Haus-Nr. 18 - Löschinger Viktor, Haus-Nr. 93 - Meixner Franz, Haus-Nr. 86 - Müller Leo, Haus-Nr. 32 - Nagl Johann, Haus-Nr. 12 - Neugebauer Josef, Raus-Nr. 70 - Neugebauer Johann und Neugebauer Franz, Haus-Nr. 70 - Richter Johann, Haus-Nr. 19 - Peschl Johann, Haus-Nr. 21 - Peschl Josef, Haus-Nr. 60 - Peschl Franz, Haus-Nr. 60 - Weigl Johann, Haus-Nr. 25.

Im Jahre 1945 wurden die noch bis dahin nicht vertriebenen Deutschen der Ortes von den Tschechen gezwungen, das Kriegerdenkmal zu zertrümmern und die Steine wegzuräumen. Auch die danebenstehende schöne Jubiläumseiche mußte noch abgesägt werden.


Das Kriegerdenkmal

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im Schönhengstgau