Das Landskroner Blutgericht

Auszug aus einem am 31.05.1948 abgefaßten Bericht von Alois Lorenz, Dekan (Dechant) von Landskron, geboren 1877 in Mohren/Riesengebirge, Priesterweihe 1902 in Königgrätz:

"Namenloses Elend kam am 17. Mai 1945, als das Volksgericht oder Blutgericht tagte. 45 Personen etwa, darunter ganz Unschuldige, wurden am Ringplatz in den Wasserbehälter geworfen und zu Tode geprügelt, wie Hunde erschlagen, einige noch bei der Rathausmauer erschossen, deren Blut noch wochenlang an dem Gebäude sichtbar war, einige auch in der Durchfahrt des Gasthauses (Gemeindehauses) in der rohesten Weise mißhandelt oder totgeschlagen, auf Lastwagen wurden ihre Leichen auf den Friedhof durch die Stadt geführt. Köpfe und Arme baumelten von dem Wagen herab, manche hatte man am Stadtplatz auf den Gaskandelabern erhenkt."


Quelle: [04]

im Schönhengstgau